WAK-S will punktuelle Flexibilisierung des Arbeitsgesetzes

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates (WAK-S) will gemäss Sitzung vom 18.08.2016 eine Flexibilisierung der Arbeitszeiterfassung bzw. des Arbeitsgesetzes. EXPERTsuisse und die weiteren Partner der allianz denkplatz schweiz freuen sich über dieses klare Zeichen aus Bern.

Medienmitteilung der Parlamentsdienste: Die WAK-S hat sich mit zwei parlamentarischen Initiativen befasst, wovon die eine (16.423) weitergehende Erleichterungen bei der Arbeitszeiterfassung für leitende Angestellte und Fachspezialisten und die andere (16.414) eine Teilflexibilisierung des Arbeitsgesetzes verlangt. Die Kommission hat beiden Initiativen mit je 10 zu 3 Stimmen Folge gegeben.
Die Kommissionsmehrheit ist der Ansicht, das Arbeitsgesetz von 1964 sei in erster Linie als Fabrikarbeitsgesetz konzipiert, es biete nicht genügend Möglichkeiten für die heutigen Gegebenheiten der Arbeitswelt und solle an die heute gelebte Realität angepasst werden. Die Anfang Jahr in Kraft getretenen Erleichterungen bei der Arbeitszeiterfassung seien nicht ausreichend, die Lohngrenze sei zu hoch, es könnten auch nicht alle Branchen die neuen Bestimmungen nutzen.
Die Minderheit argumentiert, es gebe auch mit den geltenden Bestimmungen ausreichend Möglichkeiten für eine flexible Arbeitszeitgestaltung, sie seien den Unternehmen aber möglicherweise zu wenig gut bekannt. Sie sieht keinen Handlungsbedarf. Sie fürchtet vielmehr, die Arbeitnehmenden hätten bei einer Annahme zu wenig Schutz, und will den beiden Initiativen deshalb keine Folge geben.
Die beiden Initiativen gehen nun an die WAK-N, die WAK-S braucht vor einer allfälligen Umsetzung die Zustimmung ihrer Schwesterkommission.

Informationsveranstaltung mit Ständerat Konrad Graber am 7. April 2016, Hotel St. Gotthard, Zürich

Am Runden Tisch wird das Thema Arbeitszeitflexibilisierung sowie deren Bedeutung für den Standort Schweiz mit Vertretern von verschiedenen Branchen aus dem Dienstleistungssektor und aus der Politik behandelt. Ständerat Konrad Graber referiert über die aktuelle politische Situation zum Thema Arbeitszeitflexibilisierung. Über die Folgen und Auswirkungen der verkannten Problematik für den Standort Schweiz und für die Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer findet anschliessend eine offene Diskussion statt. Zudem berichtet die allianz denkplatz schweiz, was sie bereits unternommen hat und wo sie in den nächsten Monaten ihren Schwerpunkt legen will.

6 Verbände gründen die allianz denkplatz schweiz

Am 30. März 2016 haben 6 Branchenverbände aus dem Dienstleistungsbereich die allianz denkplatz schweiz gegründet. Vorsitzender der Allianz ist Dominik Bürgy, Geschäftsführer Dr. Marius Klauser. Die Allianz, welche sich für die Zukunft des Denkplatzes Schweiz einsetzt, tritt als gemeinsames Sprachrohr der Verbände auf und prägt die politische Diskussion. Die Mission der Allianz finden sie hier, die aktuellen Allianzpartner hier.